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Zum Ende der Seite springen Studie: Macht 3D-Fernsehen krank?
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Jader1



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Studie: Macht 3D-Fernsehen krank? Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Wissenschaftler aus den USA und Wales warnen vor gesundheitlichen Folgen bei der Nutzung von 3D-TV-Geräten und 3D-Monitoren bzw. -Notebooks. Martin Banks, Professor für Optometrie und die Erforschung der Sehvorgänge (Science of Vision) an der University of California in Berkeley, erklärte gegenüber dem Magazin EETimes, sein Team habe nachgewiesen, dass der so genannte Konvergenz-Anpassungs-Konflikt (Erklärung siehe unten) beim Betrachten von 3D-Inhalten bei den Zuschauern unter anderem zu Kopfschmerzen und erhöhter Augenbelastung führen könne.



3D-TV: Die Auswirkungen auf die Gesundheit sind noch nicht genügend erforscht.


Aufwändig produzierte Filme wie Avatar hätten diesen Effekt zwar mit Erfolg minimieren können, so Banks, billigere Produktionen könnten jedoch zu verstärkten Problemen führen. Zudem würden sich die durch diesen Konflikt ausgelösten Schwierigkeiten sich mit sinkendem Betrachtungsabstand aber schnell überproportional verstärken. Daher würden ihm 3D-Fernseher und vor allem auch 3D-PC-Spiele, bei denen Kinder sehr nahe am Monitor säßen, am meisten Sorgen bereiten.


Martin Banks, Professor an der University of California in Berkeley.
Er habe bereits Gespräche mit der TV- und Unterhaltungsindustrie geführt, erklärte Banks weiter, und er habe den Eindruck, dass die Industrie diese Probleme ernst nehme und beheben wolle. Unterstützt wird diese Position durch Simon Watt, Dozent an der Bangor University in Wales. Er erklärte der EETimes, dass es realen Grund zur Sorge gebe, wenn 3D-stereoskopische Displays große Verbreitung fänden, vor allem, wenn jüngere Kinder häufig vor ihnen säßen. Selbst im Alter von neun Jahren seien viele Aspekte der Entwicklung der visuellen Wahrnehmung noch nicht abgeschlossen, eine massive Nutzung von 3D-TVs und –Monitoren durch Kinder könne unter Umständen ein „neurologische Neuverdrahtung“ in deren Gehirnen auslösen.

Er erwarte aber nicht, dass den Kindern oder anderen 3D-Zuschauern etwas Schreckliches passieren werde, so Watt in der EETimes. Daher wolle er auch keinen Alarm auslösen, sondern einfach ein Problembewusstsein schaffen. Die größte Schwierigkeit sei derzeit, dass es einfach nicht genügend Studien und Untersuchungen gäbe, um fundierte Aussagen zu treffen.


3D-Monitor: Geringer Sehabstand kann Konvergenz-Anpassungs-Koflikt verstärken.
Der Konvergenz-Anpassungs-Konflikt
Der Konvergenz-Anpassungs-Konflikt entsteht dadurch, dass das menschliche Gehirn beim Auswerten von dreidimensionalen Szenen eine ganze Reihe von Informationen auswertet. Durch den Abstand zwischen den Augen liefern diese ein leicht unterschiedliches Bild von Objekten im Raum ans Gehirn. Diesen Effekt nutzen unter anderem 3D-TVs für die Erzeugung eines dreidimensionalen Seheindruckes aus, indem sie den Augen einzelne Bilder mit ein wenig unterschiedlichen Blickwinkeln zuführen. Doch das Gehirn wertet zur Verfeinerung der 3D-Wahrnehmung auch weitere Informationen aus, etwa, auf welche Entfernung die Augen fokussiert haben.

Bei der echten Wahrnehmung im Raum ist dies kein Problem. Beim Betrachten von 3D-Inhalten auf TVs oder Monitoren jedoch fokussieren die Augen immer auf die flache Ebene des Bildschirms – dies steht aber häufig im Widerspruch zur Position eines im Fokus befindlichen Objektes die im Bildsignal hinterlegt ist – was wiederum unter anderem zu Kopfschmerzen führen kann. Forscher wie Watt und Banks arbeiten an einer Lösung dieses Problems, eine Möglichkeit sind Displays mit mehreren Fokus-Ebenen, die den Konvergenz-Anpassungs-Konflikt verringern sollen. (wop)
Quelle:Chip
08.03.2010 20:59
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